
Sandomierz
ist eine Stadt von zehn Jahrhunderte dauernder Geschichte, malerisch am Rande der Kielecko- Sandomierska Hochebene, die in das Weichseltal mit hohen Böschungen herabsinkt, gelegen.
Früher gehörte Sandomierz zu den größten Städten Polens. Als „sedes regni principales" war sie der Sitz von Fürsten und eine königliche Residenz. Seit zehn Jahrhunderten mit dem Christentum verbunden, war sie zusammen mit dem nahe gelegenen Zawichost ein Kommunikationsknoten des internationalen Handelsweges, der vom Westeuropa über Wroclaw (Breslau), Krakow (Krakau), Wislica und Sandomierz nach Ruthenien und weiter nach Osten bis zum Mongolischen Imperium führte. Sandomierz und Zawichost haben den Hauptübergang über die Weichsel bewacht.
Sandomierz und das Sandomierzer Landgebiet wurden schon im 12. Jahrhundert von dem Heiligen Bernard von Clairvaux in das Christianisierungsprogramm für den Osten eingeschlossen, dessen ein deutliches Zeichen waren: die Gründung der Zistenzienserabtei in der naheliegenden Stadt Koprzywnica im Jahre 1185, und am Anfang und in der Hälfte des 13. Jahrhunderts des Dominikanerklosters in Sandomierz (1126) und des Klarissinenklosters in Zawichost (1245). Der Sandomierzer Dominikaner-Konvent war der zweite in Kleinpolen nach dem Krakauer, und das Klarissinenkloster war ein der ersten im Mitteleuropa. Diese Stiftungen wurden von polnischen Herzogen, Bischöfen und Machthabern unterstützt. Die Ortbestimmung der Klöster den Haupthandelsweg entlang hat Sandomierz mit Europa nicht nur politisch, sondern vor allem wirtschaftlich und kulturell verbunden. Die Beziehungen waren gegenseitig - man erwähne nur, dass die architektonischen Ausführungen der Klosterkirchen von den Dominikanern und der Klarissinen die Ausführungen von Klöstern im Westeuropa beeinflusst haben.
Das quellebeglaubigte Bestehen im 12. Jahrhundert von vier Kirchen in Sandomierz und den bei ihnen tätigen Pfarrschulen, vor allem der Kollegiatschule, hatten eine nicht nur lokale Bedeutung. Die historischen Untersuchungen zeigen auf ein hohes, außer den Grenzen Polens hochgeschätztes Bildungsniveau in der Kollegiatschule. Den Rang von Sandomierz bestätigt die Bedeutung der Sandomierzer Kollegiatskirche, die im damaligen Polen die zweite nach der Krakauer war. Das hohe Bildungsniveau dauerte fast bis in die heutige Zeit über. Im 16. Jahrhundert haben mehrere Sandomierzer an der Krakauer Akademie studiert. Die Bürger von Sandomierz waren z.B. Sebastian Petrycy von Pilsen - ein Arzt, der gleichzeitig als Übersetzer und Deuter der Werke von Aristoteles bekannt war, Jan Porebny - ein Medizin- und Philosophiedoktor, sowie der berühmteste aller Arzte - Stanislaw Bartolon der Ältere. Marcin von Urz^dow hat sich nach dem Studium in Padua und in Krakau in Sandomeirz niedergelassen, wo er das erste polnische botanische Lexikon ausarbeitete.
Zwifelsohne war der berühmteste Sandomierzer Mikolaj Gomolka - ein Komponist, der Autor von den 1580 herausgegebenen „Melodien zum polnischen Psalter" zu Wörtern von Jan Kochanowski, dem berühmtesten polnischen Dichter der Renaissance - Zeit. Im 17. Jahrhundert haben die Sandomierzer Jesuiten eine Oberschule neuer Art gegründet, die sie bis zur Auflösung des Ordens 1773 führten. Mit dem Sandomierzer Collegium waren unter anderen Aleksander Rzaczynski, ein bedeutender Phisiograph und Ornithologe sowie Jozef Karsznicki - ein Architekt, verbunden. In der Zwischenkriegszeit war in dem Jesuitengebäude die von einem berühmten Pädagogen Aleksander Patkowski gegründete und geführte Regionale Volksuniversität tätig. Seit dem Jahre 1636 ist in Sandomierz das Priesterseminar tätig. Heutzutage befinden sich in Sandomierz auch: das Lehrerkolleg für Fremdsprachen, das Liturgische Institunt der Theologischen Papst- Akademie und die Humanistisch- Naturwissenschaftliche Hochschule. Die Jahrhunderte dauernde Aufblühung von Sandomierz ist bis heute in zahlreichen Stadt- und Sakralgebäuden zu sehen, die von Leuten größter Toleranz gestiftet und erbaut wurden. Man erwähne hier das spezielle Privileg vom Jahre 1367, das der jüdischen Gemeinde, der zweitgrößten in Polen nach der Krakauer, die königliche Obhut sicherte, sowie das „Sandomeirzer Abkommen" vom Jahre 1570, das zwischen den Kalvinisten, Lutheranern und den Böhmischen Brüdern geschlossen wurde. Von über 120 Architekturdenkmälern in Sandomierz werden als die wertvollsten folgende geschätzt: der architektonisch - landschaftliche Komplex der Altstadt mit der urbanistischen Anlage von der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und das Dominikanerkloster mit der St. Jakob Kirche. Es sind auch Reste des gotischen Fetstungskomplexes mit dem Opatowska - Tor und dem Schloss, das Rathaus, die Kathedrale, zahlreiche Kirchen, Bürgerhäuser und Herrenhäuser erhalten geblieben.
Der Niedergang von Sandomierz, durch die Teilung Polens verursacht, dauert bis heute, trotz der Versuche in der Zwischenkriegszeit und der in den 60-er und 70-er Jahren durchgeführten Revalorisierung des Altstadtkomplexes.
Trotz aller historischen Unbilden des Schicksals, ist Sandomierz bis heute ohne Zweifel eine europäische Stadt, denn sie hat das Gepräge der Geschichte Europas erhalten und gehört zu ihrem Kulturerben.
Najważniejsze zabytki Sandomierza:
Das Rathaus
Das ursprüngliche gotische Rathaus wurde kurz nach dem Angriff der Litauer im Jahre 1349 erbaut. Es war ein quadratisches Gebäude, mit einem hohen achteckigen Turm verziert. Der südliche Teil des Rathauses stammt aus dieser Zeit. Im 16. Jahrhundert wurde es in die Form eines ausgedehnten Rechtecks ausgebaut und mit einer Renaissance - Attika geschmückt. Der Turm wurde im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. In der Parterre befindet sich eine Abteilung des Bezirkmuseums, im Keller der Klub der Sandomierzer Kulturgesellschaft „Lapidarium" und im ersten Stock repräsentative Räume des Stadtrates und des Standesamtes. An der südlichen Seite steht vor dem Rathaus eine Figur der Mutetr Gottes aus dem Jahre 1776.
Das Schloss
Wurde an Stelle der ursprünglichen Festung, die hier seit dem 10. Jahrhundert existierte, erbaut. Das gemauerte Gebäude, dank der königlichen Stiftung seit dem 14. Jahrhundert erbaut, wurde im Jahre 1525 in eine Renaissance - Residenz nach dem Entwurf von Benedikt, „Sandomierzanin" („Sando-mierzer") genannt, umgestaltet. Ursprünglich bestand es aus vier Flügeln, die einen Arkadenhof umgaben. Das Schloss wurde von der schwedischen Armee im Jahre 1656 in die Luft gesprengt. Es blieb der Westflügel erhalten, in dem sich seit dem Jahre 1821 ein Gefängnis befand. Das Gebäude wurde in den Jahren 1960 - 1986 wieder aufgebaut. Heutzutage ist das Schloss der Sitz des Beziksmuseums. Besichtigungszeiten: in der Saison 9.00 - 17.00 Uhr, außer der Saison 9.00 - 16.00 Uhr, samstags 9.00 -15.00 Uhr, sonntags 10.00 - 15.00 Uhr.
Das Opatowska - Tor
Ein gotisches Einfahrtstor im 14. Jahrhundert vom König Kazimierz dem Großen gestiftet. Im System der gotischen Schutzmauer der Stadt befanden sich 4 Tore - Das Opatowska und die nicht mehr bestehenden: Zawichojska, Lubelska, Kra-kowska, sowie zwei Pforten, von denen die Dominikanerpforte, „Nadelohr" , darüber hinaus auch 21 Schutzbasteien erhalten blieben.
An der nördlichen Fassade des Tores befindet sich eine originelle Führung, die zum Hinablassen des absperrenden Gitters diente. Das Opatowska - Tor ist mit einer Renaissance - Attika geschmückt. Öffnungszeiten: 10.00 - 18.00 Uhr vom 01. Mai bis zum 30. September. Vom 01. Oktober bis zum 30. April ist der Schüssel im PTTK - Gebäude, Rynek 12, erhältlich.
Collegium Gostomianum
Eine der ältesten Oberschulen in Polen. Es ist der „Schulflügel" des ehemaligen Jesuitenkolegiums erhalten geblieben, das im Jahre 1602 von Hieronim Gostomski - dem Woiwoden von Posen und dem Burgherrn von Sandomierz - gestiftet wurde. Der Komplex wurde in den Jahren 1604 -1615 vom Jesuiten - Baumeister Micha! Hintz erbaut. In den Jahren 1656 und 1813 durch Brände vernichtet. Während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat man den südlichen Flügel und die in der Hofmitte stehende, seit 1166 erwähnte St. Peter Kirche abgerissen. Das sechsstöckige Ojekt hat den originellen Raumplan, die Gewölbedekoration, das ursprüngliche Heizungssystem und in zwei Kondignationen ein originelles, elliptisches Treppenhaus bewahrt. Das Letztere ist die erste und einzige derartige Konstruktion in Polen. Heutzutage, nach einer Kapitalrenovierung, befindet sich hier wieder eine Oberschule.
Das Dlugosz - Haus
Das Dlugosz - Haus - Das ehemalige Haus der Predigerpriester, im Jahre 1476 von Jan Dlugosz, einem bekannten polnischen Historiker, gestiftet. Das Objekt besitzt einen geräumigen Flur, zu dem zwei spätgotische Portale führen. An der Südseite über dem Eingang befindet sich das Stiftungschild mit dem Wappen „Wieniawa" von Jan Dlugosz. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebäude mit einer Attika geschmückt. In den Jahren 1934 - 36 wurde das Haus renoviert und regotizisiert. Seit 1937 befinden sich hier Sammlungen des Diözese - Museums. Der Autor der Museumausstellung war Karol Estray eher. Zu den interessantesten Ausstellungsstücken gehören: das gotische Gemälde „Drei Heilige", das Gemälde „Die Gottesmutter mit dem Kind" von Lukas Cranach, die Skulptur „Die thronende Mutter Gottes" aus der Kirche in Gozlice aus dem 13. Jahrhundert, eine Sammlung von liturgischen Gewänden (15. - 18. Jahrhundert) sowie eine Miniaturorgel aus dem 17. Jahrhundert.
BÜRGERHÄUSER
Das Haus Nummer 4 - mit erhaltengebliebenen Spätrenaissanceportal und rekonstruierten Renaissance - Fenstereinfassungen im ersten Stock. Das Haus Nummer 5 - „Bobola - Konvikt" genannt, im 17. Jahrhundert erfüllte es die Rolle eines Wohnheimes für die Jugendlichen, die im Collegium Gostomianum lernten. In einem der Räume der Parterre ist ein Gemälde aus dem Jahre 1600 erhalten geblieben, das den Christus den Richter und ihn umgebende Gestalten - wahrscheinlich die Besitzer des Hauses - darstellt.
Das Haus Nummer 10 -„Olesnicki - Haus" genannt, hat den ursprünglichen Raumplan erhalten. Im Jahre 1570 haben in diesem Haus Vertreter von polnischen Luteranern, Kalvinisten und Böhmischen Brüdern das „Sandomierzer Abkommen" geschlossen und einen geltenden Katechismus erarbeitet. Im Hof dieses Hauses befindet sich der Eingang in die unterirdischen Gänge.
Das Haus Nummer 12 - die ehemalige Hauptwache, ein klassizistisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Heutzuage der Sitz des PTTK (Polnischer Turistisch -Landeskundlicher Gesellschaft). Das Haus Nummer 14 - Mikolaj Gomolka - Haus genannt, gehörte einem bedeutenden polnischen Komponisten der Renaissance - Zeit. Das Haus Nummer 23 - ein der wertvollsten Häuser, im 16. Jahrhundert gehörte es einem Griechen namens Kojszor. Es hat den originellen Erdgeschossplan erhalten.
Das Haus Nummer 27 - „Zum Schnabelschuh" genannt, im 16. Jahrhundert ein Eigentum vom Ungarn Lazarczyk, einem Bierbrauer, hat seinen Raumplan bewahrt. Im ersten Stock, in dem Restaurantsaal hölzerne Decke und Renaissance - Arkadenfenster.
Das Haus Nummer 31 - im 19. Jahrhundert das Eigentum von der Familie Dutreppi, hat seinen Raumplan in der Parterre erhalten.
HISTORISCHE HERRENÄUSER
Staromiejska Str. - Skorupski - Haus, in den 30-er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut, heutzutage gehört dem Rentner - Priester - Verband.
Zawichojska Str. - Strozynski - Haus - im Jahre 1861 erbaut, mit einer Säulenhalle, daneben ein Hinterhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, im Jahre 2002 rekonstruiert.
Krolowej Jadwigi Str. 3 - ein Holzhaus aus der Wende des 18. und des 19. Jahrhunderts.
Browarna Str. 9 - ein Lärchenholzhaus der Familie Karpifiski aus der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts, zur Zeit renoviert.
Die St. Jakob Kirche zusammen mit dem Dominikanerkloster
Die St. Jakob Kirche zusammen mit dem Dominikanerkloster ist eine der ältesten Ziegelkirchen auf dem Gebiet Polens. Sie wurde von den Mitteln von Iwo Odrow^z in den Jahren 1226 - 1250 für den zweiten, nach dem Krakauer, Dominikanerkonvent gebaut. Die Kirche ist eine Dreischiffbasilika mit einem länglichen Presbyterium von drei Gewölbenjochen. An die Kirche liegen teilweise erhalten gebliebebene Klostergebäude, der Glockenturm von 1314 und die den Sandomierzer Märtyrern gewidmete Kapelle aus der Hälfte des 17. Jahrhunderts an. Der Aufmerksamkeit ist auch die späromanische Keramikdekoration der Fassade wert, insbesondere das Nordportal, ein der schönsten romanischen Keramikportalen. Das Innere der Kirche schmücken wertvolle Glasfenster aus den Jahren 1910 -1918 nach dem Entwurf von Karol Frycz, die Flügel des ehemaligen Hauptaltars aus dem Jahre 1599 sowie die Gewölbestukkatur im Chorraum und in der Märtyrerkapelle aus dem 17. Jahrhundert Besichtigungszeiten: 9.00 - 13.00 Uhr und 15.00 -17.00 Uhr.
Die St. Paul Kirche
Die St. Paul Kirche - Pfarrei wurde im Jahre 1226 vom Krakauer Bischof Iwo Odrowaz gegründet. Die heute bestehende Kirche wurde im 15. Jahrhundert an Stelle von der ursprünglichen hölzernen Kirche erbaut und im 17. und 18. Jahrhundert erweitert. Die Kirche ist einschiffig. Die Aufmerksamkeit zieht die Ausstattung aus der Hälfte des 17. Jahrhunderts und Stukkatur auf dem Gewölbe. Der Kirchenfriedhof ist mit einer Mauer mit dem Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert umgeben.
Die Kathedrale
Die Kathedrale - An der Stelle der ursprünglichen romanischen Kollegiatskirche erbaut, die erstmals im Jahre 1148 erwähnt, von den Tataren im 13. Jahrhundert und den Litauern im Jahre 1148 vernichtet wurde. Im Jahre 1360 hat der König Kazimierz der Große eine neue Kollegiatskirche gestiftet, die 1818, im Jahre der Entstehung der Sandomierzer Diözese, die Würde der Kathedrale erhielt und im Jahre 1960 zur Kathedralbasilika erhoben wurde. Sie ist ein gotisches, hallenartiges Gebäude mit einem dreiseitig geschlossenen, länglichen Chorraum, mit einem Kreuz- Rippengewölbe bedeckt.
An den Wänden des Chorraumes sind ca 1421 von dem Meister Hayl von Przemysl angefertigte Wandmalereien erhalten geblieben. Die Wandmalereien wurden in den Jahren 1934 - 1936 aufgedeckt und konserviert. Die Altäre und Portale des Doms sind aus schwarzem Marmorstein angefertigt und mit rosa Marmorstein geziert. Sie sind repräsentative Beispiele der Steinerzeugnisse aus den Steinwerkstätten in Czerna bei Krakau im 17. und 18. Jahrhundert. Eine Zierde des Kircheninneres ist ein prachtvoller Komplex von Rokoko-Altären (die zweite Hälfte des 18. Jahrhundert) an den Zwischenschiffspfeilern. Sie sind ein Werk vom Meister Maciej Polejowski aus Lemberg. An den Schiffswänden befinden sich 16 Gemälde, von denen 12 einen Zyklus „Kalendarium" bilden und die 4 unter dem Chor Szenen aus der Geschichte von Sandomierz zeigen. Die Gemälde wurden 1708- 1737 von Karl de Prevot gemalt. In der Schatzkammer der Kathedrale werden u.a. das Privileg des zweiten Anlegens der Stadt von 1286, zahlreiche Frühdrucke und ein Reliquiar des Heiligen-Kreuz-Holzes, der Sandomierzer Kollegiatskirche von dem König Wladyslaw Jagiello als Anerkennung für die Verdienste der Sandomierzer Ritter in der Schlacht bei Tannenberg (poln.: Grunwald) geschenkt wurde, aufbewahrt. Öffnungszeiten: in der Saison: 10.00 -14.00 Uhr, 15.00 - 17.00 Uhr dienstags bis samstags, sonntags 15.00 - 17.00 Uhr, außer der Saison: 10.00 - 14.00 Uhr.
Der Speicher
Der Speicher - Im Jahre 1696 für die Sandomierzer Kollegiatskirche erbaut, ist er der einzige erhalten gebliebene Zeuge der Vergangenheit von Sandomeirz als einem Hafen an dem Fluß Weichsel.
Die Heilig Geist - Kirche
Die Heilig Geist - Kirche - Zusammen mit den anliegenden Gebäuden des ehemaligen Krankenhauses bildete die Kirche einen Klosterkomplex, das von dem Spital-Orden, „Duchacy" (Mönche des Geistes) genannt, geführt wurde. Der ursprüngliche hölzerne Klosterkomplex, von dem Krakauer Burggrafen Zegota im Jahre 1303 gestiftet, ist während des Litauer-Angriffs 1349 verbrannt. Ende des 14. Jahrhunderts wurde er wieder aufgebaut. Die gotische Kirche gehörte ehemalig zu der Gruppe der pseudo-zweischiffen Kirchen. Das Schiff war mit dreiteiligen Sterngewölben bedeckt, die sich auf einem zentralen Gewölbepfeiler stützten. Das jetzig bestehende Gewölbe stammt aus dem 18. Jahrhundert. In der Herrn Jesu - Kapelle befindet sich die Skulptur des „besorgten Christi" aus dem 15. Jahrhundert, die, der Tradition nach, aus der Schlosskapelle kommt.
Die St. Michael Kirche und das ehemalige Benediktinerinnen
Die St. Michael Kirche und das ehemalige Benediktinerinnen - Kloster wurde im 17. Jahrhundert von Zofia Sieniawskiej gestiftet und nach dem Entwurf von Micha! Link errichtet. Die Kirche ist einschiffig, mit Tonnen- Kreuzgewölbe bedeckt, das durch ionische Doppelwandpfeiler gestützt wird. In der Ausstattung sind besonders bemerkenswert: die Kanzel in der Form von einem Stammbaum des Benediktinerordens, der von einer liegenden Gestalt des Heiligen Benedictus wächst. Sie wurde von Mateusz Roskwitowicz im 17. Jahrhundert gefertigt. Die aus derselben Zeit stammenden zwei Seitenaltare sowie das Gestühl und Bänke wurden in der Werkstatt von Marcin Czarny gefertigt. Vor der Kirche befindet sich ein kleiner, von der Straße durch eine Mauer und eine Kanzel getrennter Garten. Die südliche Seite des Gartens schließt das Häuschen des Kaplans und ein Glockenturm, die westliche Seite - das Gebäude der ehemaligen Klosterpforte. An die westliche Seite der Kirche liegen die Gebäude des ehemaligen Klosters an. Die im Barockstil gebauten Gebäude besitzen eine interessante Basilikakonstruktion. Das Postbenediktinerkomplex ist ein hervorragendes Beispiel der Barockklosterarchitektur in Polen. Seit 1903 befindet sich hier das Priesterseminar.
Die St. Joseph Kirche - Die Kirche und das ehemalige Reformaten-Kloster
Die St. Joseph Kirche - Die Kirche und das ehemalige Reformaten-Kloster ist die jüngste von den historischen Kirchen in Sandomierz. Sie wurde im Jahre 1697 eingesegnet, im Barockstil errichtet, erregt die Aufmerksamkeit mit der braunfarbigen Innenausstattung. Die ilusionistisch gemalten Hauptaltar und sechs Seitenaltare stammen aus dem Jahre 1820. Aus derselben Zeit stammen die aus gefärbtem Stroh angefertigten Altarantepedien (Altarvorhänge). An der Kirche liegt ein mit einer Mauer mit Kreuzwegstationen umgebener Hof an. An der südlichen Seite der Kirche blieben die Gebäude des ehemaligen Klosters erhalten. Eine Besonderheit der Kirche bildet die Leiche von Teresa Izabela Morsz-tynowna, die in einem Glassarg im Kirchenkeller bestattet ist. Neben der St. Joseph Kirche befindet sich ein 1872 gegründeter Stadtpark.
Die Synagoge
Die Synagoge - Die Sandomierzer Judengemeinde gehörte zu den größten und wichtigsten in Kleinpolen. Zusammen mit dem Krakauer Stadtteil Kazi-mierz bekam sie von dem König Kazimierz dem Großen Privilegien der königlichen Obhut. Das Synagogegebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde von der nördlichen Seite das Haus des jüdischen Gemeindevorstandes angebaut. Heutzutage befindet sich in der Synagoge eine Abteilung des Staatlichen Archivs.
Die unterirdische touristische Strecke
Die unterirdische touristische Strecke - Der Eingang befindet sich im Hof des Olesnicki - Hauses. Es sind unterirdische Händlerlager aus dem 15. -17. Jahrhundert, die sich unter den Bürgerhäusern im Marktplatz ausdehnen und die Länge von ca 500m. haben. Die tiefste Ebene befindet sich 12m. tief. Man kann hier originelle Verkleidungen, interessante Ausstellungen, geheimnisvolle Schlupfwinkel bewundern und unheimliche Sagen hören. Eine zusätzliche Attraktion ist die Möglichkeit, heißen Wein zu kosten oder einen Geist zu treffen. Öffnungszeiten: in der Saison: 10.00 - 18.00 Uhr, außer der Saison: 10.00 - 16.00Uhr.
Das Pfeffer-Gebirge
Das Pfeffer-Gebirge - Es ist eine niedrige, schöne und einmalige diesen Typs in Europa Enthüllung von sehr alten Kambriumfelsen, die 500 Millionen Jahre alt sind. Auf einer Strecke von ca 1km dehnen sich auf einem steilen, an manchen Stellen 60m. hohen Rand des Weichseltales Aufchlüsse der Tonschiefer, von einem Netz der Risse und Verwerfungen durchgeschnitten. Das Ganze ist mit einer Lößschicht bedeckt. Auf den Abhängen des Pfeffer-Gebirges befindet sich ein 18ha großes natur-geologisches Reservat. Es unterstehen hier dem Naturschutz Steppenpflanzen wie z.B. Steppenzwergkirsche, Federgras, grauer Ehrenpreis, Schafgarbe. Eine Besonderheit bilden die Ansammlungen von 15 Arten Heckenrosen, von denen die seltenste die endemische Rosa Wagae ist. Am günstigsten kann man zum Gebirge den Weichselwall entlang (die rote Strecke) oder durch die Blonie Str. kommen.
Die Königin Jadwiga -Schlucht
Die Königin Jadwiga -Schlucht - Eine natürliche Lößschlucht, ca. 500m. lang und bis 10m. tief. Die Schlucht teilt den Sankt Jakob -Hügel und den Sankt Paul - Hügel voneinander. Es ist der schönste von den Sandomierzer Lößhohlwegen.
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